Oberstufenschülerinnen besuchten Ausstellung
Schülerinnen der 11. Jahrgangsstufe des Sozialwissenschaftlichen Zweigs besuchten die Ausstellung 450 Jahre Juliusspital: Pflegen – Heilen – Lehren im Foyer des Würzburger Stadtarchivs und erhielten interessante Einblicke in die drei im Ausstellungstitel genannten historischen Grundaufgaben des Juliusspitals.
Während ihrer Führung zeigte Julia Zehnder vom Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg den Schülerinnen Exponate aus der chirurgischen Lehrsammlung des Juliusspitals. Sie erläuterte beispielsweise, wie Blasensteine während des 16. und 17. Jahrhunderts ohne die Möglichkeit einer Schmerzausschaltung bei vollem Bewusstsein der Patienten operativ entfernt wurden. Außerdem liegen in den Vitrinen eine Vielzahl medizinischer Instrumente wie Sonden und Skalpelle aus.
Weiterhin erläuterte Julia Zehnder, weshalb angenommen wurde, dass ein Aderlass bestimmte Krankheiten heilen könne und dass häufig Barbiere diesen durchführten, weil sie die Berufsgruppe waren, die mit scharfen Messern geschickt umgehen konnte. Sie zeigte auch, dass rote Tücher verwendet wurden, um die Blutgefäße am Arm zu stauen und weiße Tücher, um die Wunde nach dem Aderlass zu verschließen.
Für einige Schülerinnen knüpfte der Besuch der Ausstellung an spezialisiertes Vorwissen an: Sie hatten sich bereits während der Wissenschaftswoche im Februar intensiv mit Medizingeschichte befasst.
Harald Retsch






