160 Schülerinnen der St.-Ursula-Schule erkunden Studien- und Berufsmöglichkeiten
Anlässlich der Veranstaltung Science4All kamen rund 160 Schülerinnen der St.-Ursula-Schule auf den Campus Sanderheinrichsleitenweg der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS), um Studiengänge und Berufsfelder in Workshops und an Messeständen regionaler Unternehmen kennenzulernen.
Die Schülerinnen der elften Klassen des Gymnasiums und der neunten Klassen der Realschule besuchten den Teilbereich Science4Girls der Veranstaltung mit dem Ziel, insbesondere über ein Studium oder eine Ausbildung im MINT-Bereich sensibilisiert zu werden. Weitere Studiengänge wie zum Beispiel Soziale Arbeit standen ebenso im Fokus der Oberstufenschülerinnen.
Zu Beginn begrüßte die Frauenbeauftragte der THWS, Prof. Dr. Christina Völkl-Wolf, die im Studiengang E-Commerce an der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik lehrt, die Schülerinnen als Initiatorin der Programmreihe.
Anschließend erlebten die Schülerinnen in einem Workshop beispielsweise, wie agiles Projektmanagement funktioniert, indem Sie vorgegebene Kundenwünsche zu einer familien- und umweltfreundlichen Stadt in Legomodelle umsetzten.
Amelie Reigl, Biologin und Wissenschafts-Influencerin, die als Projektleiterin an der Züchtung künstlicher und menschlicher Haut im Labor forscht, um Tierversuche in der Kosmetik- und Pharmaindustrie zu minimieren, berichtete sehr persönlich, wie aus einer sehr interessierten, aber schüchternen Schülerin die Wissenschaftlerin Amelie wurde, die heute sehr selbstbewusst und überzeugend den medialen Kontakt zur Öffentlichkeit sucht. Ihre Botschaft an diesem Vormittag: Frauen in Wirtschaft und Wissenschaft sichtbar machen und Schülerinnen vielfältige Berufs- und Studienmöglichkeiten näherbringen.
Dr. Alma Kolleck, Professorin an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, die unter anderem wissenschaftliches Arbeiten und Forschungsmethoden sowie Statistik in den Sozialwissenschaften lehrt, ließ Schülerinnen in ihrem Workshop eine Podiumsdiskussion durchführen, in der unter anderem diskutiert wurde, welche Konsequenzen entstehen, wenn KI-basierte Systeme wie SyRI Sozialleistungsbetrug aufspüren oder die Analysesoftware der US-Firma Palantir bei der Strafverfolgung helfen sollen.
Insgesamt vermittelte die Veranstaltung anschauliche Einblicke in das Studieren auf dem Campus der THWS. Für betreuende Lehrkräfte gab es bei den Mitarbeiterinnen der THWS auch das ein oder andere unerwartete Wiedersehen mit ehemaligen Abiturientinnen. Hier schließt sich der Kreis der Kooperation zwischen Schule und Hochschule.
Harald Retsch







