Wie kann man Teamgeist schöner präsentieren als bei einem Schulkonzert, das viele Musikgruppen gemeinsam gestalten? Was als Awareness überall gepriesen wird, kennen und trainieren hier alle Mitwirkenden seit langem: absolute Aufmerksamkeit für den Gesamtklang und das Agieren der anderen bei größtmöglicher eigener Präzision – damit wachsen alle über sich selbst hinaus. Und in den gesamten Raum! Das konnten die Zuhörer gleich zu Beginn des Konzerts erleben, als drei Chöre das Konzertmotto, diesen swingenden Frühlingskanon, im gesamten Raum verteilt anstimmten.
Wie das Motto ahnen ließ, waren nicht nur viele Lieder zu hören, sondern auch viele Stile: Die Schulband legte gleich darauf los mit Grungigem und Walzer Beats, der Popchor jubelte von „O happy day“ bis hin zu träumerischen Songs. Der Unterstufenchor forderte das Publikum mit witzig-hintergründigen Songs heraus, vom Fahrrad fahr´n bis zum Rumpelstilzchen. Schülerinnen der 5. bis zur 12. Klasse spielten im Kammerorchester Werke von Schubert und Brahms. In die Welt der 1920er Jahre führte der Oberstufenchor mit schwungvollen Songs der Comedian Harmonists und aus der Dreigroschenoper, deren bissig-frech-kritischen Inhalte Fina Iheme ausdrucksvoll kommentierte. Die Leitung der Ensembles lag in den Händen von Kai Müller, Marie-Teres Schubert-Remmele und Claudia Breitfeld, unterstützt von Andreas Albiez (Klavier) und Larissa Gersitz (Gitarre), die einzelne Beiträge stilvoll begleiteten.
Sr. Katharina wies am Ende des Konzerts auf die Besonderheit des Frühlings hin, wenn sich alles neu entwickelt und die Sonne wieder all das erwärmt, was während des Winters anscheinend abgestorben war – weit gefehlt! Es hatte ja unter der Erde „gebrodelt“. Genau mit diesem Bild lassen sich all die Probephasen beschreiben, ob bei den regulären Übezeiten, bei den Probentagen auf Burg Rothenfels oder den erforderlichen Extraproben, die dann beim Konzertauftritt kulminieren und sich zu weiteren Leistungen steigern. Der begeisterte Applaus des Publikums in der voll besetzten Alten Turnhalle, zwischendurch wie auch am Schluss, war dafür ein deutliches Zeichen. Und wie rundet man ein solches Konzert ab? Gemeinsam: „Es tönen die Lieder …“ – denn diese hören nie auf.
Claudia Breitfeld
Bilder: Lucia Herr







