Schülerinnen des St.-Ursula-Gymnasiums lernen die Regierung von Unterfranken kennen
Im Rahmen des Projekts „Lernort Regierung“ besuchten Schülerinnen der 11. Jahrgangsstufe des St.-Ursula-Gymnasiums die Regierung von Unterfranken, um Struktur und Aufgaben dieser bayerischen Mittelbehörde kennenzulernen.
Auf die Begrüßung in der Eingangshalle, in deren Rahmen die Schülerinnen anhand der Wappenwand die sieben bayerischen Regierungsbezirke und neun unterfränkischen Landkreise erinnerten, folgte eine Führung durch das in den 1950er Jahren entstandene Gebäude. Katharina Stöcker aus dem Sachgebiet Schulen erläuterte dabei unter anderem die Gestaltung der schlichten Außenfassaden ebenso wie die des Mosaikbodens in der Eingangshalle.
Im großen Sitzungssaal erläuterte Kristina Kramer aus der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit die Aufgaben der Regierung von Unterfranken sowie deren Stellung als Mittelbehörde zwischen der Ebene der bayerischen Staatsministerien und den Landkreisen. Anhand von Beispielen aus der Zeit der Corona-Pandemie verdeutlichte sie die vielen kommunikativen, bündelnden, prüfenden und beratenden Tätigkeiten der Regierung.
In einem von den Schülerinnen ausgewählten Fachvortrag mit dem Thema „Dysregulation: Warum reagieren manche Menschen so komisch?“ informierte Michael Oschmann von der Staatlichen Schulberatung Unterfranken die Schülerinnen über den Zusammenhang von anatomisch-physiologischen Bedingungen des autonomen Nervensystems und menschlichem Verhalten. Anhand des Beispiels Mobbing erläuterte er, wie durch Stressfaktoren die Selbstregulation aus dem Gleichgewicht geraten kann und mit welchen Folgen das für die Betroffenen verbunden ist. Außerdem vermittelte er Einblicke in Maßnahmen, die Selbstregulation von Menschen stärken können, sodass sie eine größere Resilienz entwickeln können.
Den Abschluss des Morgens bildete ein Besuch der Schülerinnen im Büro von Regierungsvizepräsident Jochen Lange, der unter anderem die Aufgaben seiner Behörde von denen des Bezirks Unterfranken abgrenzte. Außerdem warb er für den beruflichen Einstieg in die dritte Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Verwaltung über ein dreijähriges Fachhochschulstudium und die Möglichkeit, nach einem Universitätsstudium der Rechtswissenschaften oder anderer Fächer in der vierten Qualifikationsebene Verantwortung für die Verwaltung des Regierungsbezirks zu übernehmen.
Text: Harald Retsch
Bilder: Harald Retsch (Sitzungssaal), Nicolas Rupp / Regierung von Unterfranken (Gruppenfoto)