Schülerinnen werden zu Verkehrsforscherinnen
Zum Ende des Schuljahres tauschten die 26 Schülerinnen der Klasse R 6c das Klassenzimmer gegen die Würzburger Innenstadt. Im Geographieunterricht führten sie eine Verkehrszählung in der Augustinerstraße durch und untersuchten, wie viele Pkw, Lkw, Motorräder und Fahrräder innerhalb eines festgelegten Zeitraums unterwegs waren.
Mit Klemmbrett und Zähllisten arbeiteten die Schülerinnen konzentriert wie echte Verkehrsforscherinnen. Anschließend wurden die Ergebnisse ausgewertet und in Diagrammen dargestellt. Dabei wurde schnell deutlich, wie stark die Augustinerstraße befahren ist und welche Herausforderungen der Verkehr für alle Verkehrsteilnehmer mit sich bringt.
Im Anschluss entwickelten die Schülerinnen eigene Ideen, wie die Verkehrssicherheit verbessert werden könnte. Sie wünschten sich häufigere Verkehrskontrollen durch die Polizei, damit sich alle Verkehrsteilnehmer an die Verkehrsregeln halten. Außerdem sollte die Fußgängerampel konsequent genutzt werden, anstatt die Augustinerstraße oder die Straßenbahngleise an ungeeigneten Stellen zu überqueren. Auch das Thema „Elterntaxis“ wurde angesprochen: Weniger Bring- und Abholverkehr vor der St.-Ursula-Schule würde nach Meinung der Klasse zu einem sichereren Schulweg und zu weniger Verkehrsbehinderungen beitragen. Ein weiterer Vorschlag lautete, dass mehr Radfahrerinnen und Radfahrer freiwillig einen Fahrradhelm tragen sollten, da insbesondere die Gleise in der Augustinerstraße eine zusätzliche Gefahrenquelle darstellen können.
Die Verkehrszählung zeigte eindrucksvoll, dass Geographie weit mehr ist als Unterricht im Klassenzimmer. Die Schülerinnen lernten, Daten systematisch zu erheben, auszuwerten und daraus eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Gleichzeitig wurde ihnen bewusst, dass jeder Einzelne durch rücksichtsvolles Verhalten zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen kann.
Michael Schraut











